Das Thermolumineszenz-Meßgerät FAN-TL2

Entwickelt in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig, Institut für Biologie I, Pflanzenphysiologie.

Thermoluminiszenz-Meßgerät FAN-TL2

Das FAN-TL2 ist ein Thermoluminometer zur Bestimmung von Thermolumineszenz- und Chemolumineszenzbanden an bis zu 4 Proben gleichzeitig.

Das Gerät kann in der Züchtungsforschung von Kulturpflanzen, zu pharmakologischen Untersuchungen und in der Grundlagenforschung eingesetzt werden.

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Anwendungsgebiete

Besondere Merkmale


Bei dem FAN-TL2 sind Steuerelektronik und Probenraum zu einem Gerät zusammengefasst.

Funktionsweise

Im FAN-TL2 können auf einem temperaturstabilisiertem Probenhalter bis zu 4 feste oder flüssige Zell- oder Gewebeproben plaziert werden.
Im Fall von Pflanzenproben können diese durch eine “single turn-over”-Blitzlampe angeregt werden. Die hierdurch im Photosyntheseapparat getrennten Ladungen speichern bei Temperaturen um -20°C bis 2°C einen Teil der Anregungsenergie des Blitzes.
Durch kontrollierte Wärmezufuhr (Temperaturrampe) können die bei niedriger Temperatur metastabilen Ladungspaare wieder rekombinieren und die Energie als Licht abgeben. Diese Lichtemission wird durch die Detektoren erfasst und als sogennante "Glühkurve" aufgezeichnet.

Thermolumineszenzbanden, die im Niedertemperaturbereich (0-60°C) entstehen, ermöglichen die Analyse des Photosysntheseapparates. Im höhern Temperaturbereich (60-180°C) entstehen Chemolumineszenzbanden, die den oxidativen Stresszustand anzeigen. Diese werden durch z.B. Produkte der Lipidperoxidation ausgelöst, die bereits unter physiologischen Temperaturen gebildet wurden.
So kann man bereits nach 6h den Einfluß von Ozon auf Tomatenblätter anhand der Thermolumineszenzkurven erkennen, während erst nach 5 Tagen die Schädigungen an den Blättern zu sehen sind.
Siehe auch: Was ist Thermolumineszenz? (externer Verweis)

Software

Bei der Konzeption des Programms wurde besonderer Wert auf einfache Bedienbarkeit gelegt. Beim Programmstart wird automatisch die Verbindung zum Messgerät aufgenommen und die Hardware initialisiert. Danach kann sofort mit den Messungen begonnen werden.
Schutzeinrichtungen für die Hardware gegen Fehlbedienungen sind ebenso integriert wie Sicherheitsfunktionen für den Bediener.
Eigene Meßmodi können vom Benutzer angelegt und abgespeichert werden; ebenso steht eine Vorlagenfunktion für häufig genutzte Probenkombinationen zur Verfügung.
Die Messungen werden in Echtzeit grafisch dargestellt und stehen danach in einer Resultatliste zur Verfügung. Die Meßdaten werden automatisch gesichert und können sowohl exportiert als auch archiviert werden.